Internistische Hausarztpraxis Dr. med. Monika Blüml Dr. med. David Borchert
Internistische Hausarztpraxis Dr. med. Monika Blüml Dr. med. David Borchert 

 

Die Schutzimpfungen gegen "Corona" haben begonnen. 

 

Wann Sie an der Reihe sind, bekommen Sie mitgeteilt. 

 

Auf Grund der anfangs begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffs, werden anfangs nur bestimmte Personengruppen geimpft. Die Reihenfolge der Impfungen ist in der Rechtsverordnung des Bundesgesundheits-ministeriums festgelegt. 

 

Die Verteilung des Impfstoffs erfolgt in der ersten Phase zentral. Dazu werden regionale Impfzentren und mobile Impfteams im Einsatz sein. Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, sollen auch wir, die niedergelassenen Ärzt:innen, wieder in unseren Praxen impfen dürfen. 

 

Leitfaden für Patient:innen und Bürger:innen zur Corona-Schutzimpfung

 

Corona-Schutzimpfung: FAQs

Warum sollte man sich gegen Corona impfen lassen?

 

Die Impfung gegen Covid-19 schützt einen selbst und trägt zur Eindämmung der Pandemie bei.

 

Gibt es eine Impfpflicht?

 

Nein, die Impfung ist freiwillig und kostenlos. Auch für Privat-Versicherte.

 

Wie viele Impfungen sind notwendig, damit ein Impfschutz aufgebaut ist?

 

Für den Aufbau des Impfschutzes sind aktuell mit dem derzeit zugelassenen Impfstoff zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen notwendig.

Eine Impfserie muss nicht neu begonnen werden, wenn zwischen der ersten und der zweiten Impfstoffdosis mehr als 21 Tage liegen sollten. Wird nach der 1. Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch nachgewiesen (positiver PCR-Test), soll die 2. Impfung zunächst nicht gegeben werden. Eine begonnene Impfserie soll mit dem gleichen Impfstoff abgeschlossen werden, auch wenn zwischenzeitlich weitere Impfstoffe zugelassen worden sind.

Die Impfstoffe müssen ausschließlich intramuskulär (i. m.) verabreicht werden. Dies gilt auch für Patientinnen und Patienten, die Blutgerinnungshemmer (Antikoagulanzien) einnehmen. Für diese sollen jedoch sehr feine Injektionskanülen verwendet und die Einstichstelle nach der Impfung mindestens 2 Minuten lang komprimiert werden.Zu anderen Impfungen sollte - nach Möglichkeit - ein Mindestabstand von 14 Tagen vor Beginn und nach Ende der Impfserie eingehalten werden. Notfallimpfungen sind hiervon ausgenommen.Die STIKO wird Evidenz (die aktuelle wissenschaftliche Kenntnis) zu den bereits zur Anwendung kommenden sowie weiteren, kurz vor der Zulassung stehenden Impfstoffen fortlaufend prüfen und die Impfempfehlungen gegebenenfalls anpassen.

Muss ich nach der Impfung noch eine Maske tragen, bin ich dann von Einschränkungen befreit?

Die bestehenden Empfehlungen (AHA-Regeln) und Einschränkungen zum Infektionsschutz gelten für alle weiter. Denn man weiß leider noch nicht, ob die Impfung nur einen selber oder auch andere schützt!

Wer bekommt die Impfung zuerst?

Aufgrund begrenzter Impfstoffverfügbarkeit kann die Impfung zunächst nur bestimmten Personengruppen angeboten werden, die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer COVID-19-Erkrankung haben oder die beruflich entweder ein hohes Ansteckungsrisiko oder engen Kontakt zu gefährdeten Personengruppen haben. Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) aufbaut. Diese Rechtsverordnung soll rückwirkend ab 15. Dezember 2020 in Kraft treten. Eine Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die das wünschen.

Nach der Impf-Verordnung werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und Einrichtungen für geistig Behinderte geimpft. Auch das Personal dieser Häuser sowie Menschen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, gehören zu der ersten Gruppe.

Diese Reihenfolge wird auch bei den zweiten Impfungen beibehalten.

Die Priorisierung im Einzelnen:

Höchste Priorität

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Ansteckungsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (v.a. Onkologie und Transplantationsmedizin)

Hohe Priorität

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen über 80-Jährigen oder Bewohnern von Alten-, Pflegeheimen und Heimen für geistig Behinderte
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Ansteckungsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

Erhöhte Priorität

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Ansteckungsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transport-wesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Bei zunehmender, aber weiterhin begrenzter Impfstoffverfügbarkeit sollen weitere von der STIKO definierte Personengruppen mit besonderen Risiken vorrangig geimpft werden. Die STIKO-Empfehlung setzt sich aus der allgemeinen Impfempfehlung und einer Empfehlung zur Priorisierung zusammen. Die Priorisierungsempfehlung hat nur solange Gültigkeit, bis genügend Impfstoff verfügbar ist. Mittelfristig ist es das Ziel, allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu einer Impfung gegen COVID-19 anbieten zu können.

Wie erfahre ich von der Möglichkeit, mich impfen zu lassen oder wann ich dran bin?

Für die Organisation und den Betrieb der Impfzentren (inkl. der mobilen Impfteams) sowie die Terminvergabe sind die Bundesländer zuständig. Die anspruchsberechtigen Personen werden angeschrieben. Eine Übersicht der geplanten Impfzentren finden Sie hier:

Impfzentren

Wer impft in den Impfzentren?

Die Impfaufklärung ist zwingend von Ärztinnen und Ärzten vorzunehmen. Die Impfung selbst kann auch an medizinisches Assistenzpersonal delegiert werden. Auch wir haben unsere Mithilfe angeboten.

Welcher Nachweis muss für eine Impfung vorgelegt werden?

Als Nachweis für die Anspruchsberechtigung gelten laut Impfverordnung: der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und anderen Einrichtungen legen die Einrichtungen bzw. Unternehmen eine Bescheinigung vor. Menschen mit chronischen Erkrankungen erhalten ein ärztliches Zeugnis. Kontaktpersonen benötigen eine entsprechende Bestätigung der betreuten Person.

Welche Impfreaktionen wurden beobachtet?

Wie bei jeder Impfung, können auch nach der Corona-Schutzimpfung Impfreaktionen und Nebenwirkungen auftreten. Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und halten wenige Tage an.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat zunächst nur die wissenschaftlichen Daten für den BioNTech/Pfizer Impfstoff bewertet. Dabei wurde die Häufigkeit von Impfreaktionen und Nebenwirkungen, die innerhalb von bis zu 14 Wochen nach Verabreichung des Impfstoffs auftraten, bei Geimpften mit einer Placebogruppe (Kontrollgruppe, die keine Corona-Schutzimpfung erhalten hat) verglichen.

Was Reaktionen an der Einstichstelle anbetrifft, so berichteten in der Altersgruppe der 16- bis 55-Jährigen 83 % der Geimpften und 14 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Placebo-Gruppe über Schmerzen an der Einstichstelle nach der ersten Dosis. 6 % der Geimpften und 1 % der Placebo-Gruppe dieser Altersgruppe berichteten über Rötung an der Einstichstelle, während 6 % der Geimpften gegenüber 0 %  über Schwellung klagten. Insgesamt traten in der Altersgruppe der > 55-Jährigen weniger Reaktionen an der Einstichstelle auf.

Als Allgemeinsymptome traten Abgeschlagenheit (fatigue; Impfung: 47 %; Placebo: 33 %), Kopfschmerzen (42 % Impfgruppe und 34 % Placebogruppe) sowie Muskelschmerzen (21 % vs. 11 %) nach der 1. Impfung in der Altersgruppe von 16 bis 55 Jahre am häufigsten auf. Nach der zweiten Impfung traten Allgemeinsymptome ähnlich häufig auf.

Insbesondere schwere unerwünschte Ereignisse mit hohem Schweregrad und solche, die als lebensbedrohlich klassifiziert wurden, traten in der Impfstoff- und Placebogruppe gleich häufig auf. Vier schwere unerwünschte Ereignisse wurden als impfstoffbezogen eingestuft (Schulterverletzung; axilläre Lymphadenopathie (Lymphknotenschwellung in der Achselhöhle); paroxysmale ventrikuläre Arrhythmie (Herzrhythmusstörungen); Parästhesie (Taubheitsgefühl) des rechten Beins).

Weder in der Impf- noch in der Placebogruppe traten Todesfälle auf, die auf den Impfstoff oder der Kochsalzlösung zurückzuführen waren.

Was bedeutet es, dass der Impfstoff eine Wirksamkeit von 95% hat?

Laut Herstellerangaben haben die Impfungen gegen COVID-19 eine hohe Wirksamkeit von bis zu 95 %. Die Studiendaten zeigten: Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus zu infizieren, war bei den geimpften Teilnehmerinnen und Teilnehmern um 95 % geringer als in der Placebogruppe. Kommt eine gegen COVID-19 geimpfte Person also mit dem Erreger in Kontakt, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.

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